bananaheader0309 the banana skirt chronicles

Thursday, June 04, 2009

Wenn man keine Zeit zum Schreiben hat...

dogstache
(eatliver.com)

...muss man eben mit niedlichen Hundebildern arbeiten.

Wednesday, May 27, 2009

Deotücher und Antischwitzpads.

...hatte ich reichlich dabei und vorsorglich in so ziemlich jedes meiner Kleidungsstücke geklebt...denn letzten Samstagabend war es endlich soweit: Die 4. Hanauer Bloglesung...und meine erste.
Grandios organisiert von Murmeltiertag Phil (mit persönlicher Abholung vom Bahnhof!), der es sich zwei Tage vorher noch beinahe mit der Hanauer Stadtverwaltung überworfen hatte. Im schmucken Stadtteil Steinheim kam es dann ab 19:30 aber doch ganz dicke: Mikel Bower machte mit einem Märchen den Anfang und zeigte danach allen, dass Mund"art" buchstäblich was mit Kunst zu tun hat, Pulle vom Neubaublog gewährte uns und seinem Arzt Einblicke in sein reges Innenleben, Der Geschichtenerzähler unterhielt großartig mit Geschichten von Angelas Sandkasten sowie geschlechtsreifen Schafen, Basti vom Chaosplaneten hätte ich noch Stunden zuhören können und der Taubenvergrämer hielt die Schwattmanns und uns in seinem Bann. Es war mir eine Freude, mit Euch allen zu lesen!
Nach der ersten Halbzeit wurde ich mit einem Maschinengewehr verglichen, was aber niemandem klar war - das war volle Absicht. Nein, nein - ich stand nicht etwa bis unter die Haarwurzeln unter Strom oder war aufgeregter als eine Nonne vor der Hochzeitsnacht...das gehörte so. Die Texte müssen in dieser Geschwindigkeit gelesen werden. Und an meiner eigenen Anmoderation habe ich sehr lange gefeilt, bis sie so klang, als würde ich beim Ortsverein der anonymen Alkoholiker vorstellig werden ("Hallo, ich heiße Anke und lese hier vor..."). Auch die älteren Damen aus der zweiten Reihe, die mitten in meinem "Vortrag" gegangen sind, habe ich bezahlt. Man muss ja ein bisschen polarisieren für den guten Ruf. Jetzt wissen Sie's.

Danach ging es in einen urigen Biergarten und in die dazu gehörige Kneipe, wo uns ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Showprogramm geboten wurde: die etwa zehnköpfige Junggesellenabschiedsband gab genauso ein paar Ohrwürmer zum Besten, wie ein Abiturient aus dem Jahre 1977 (der uns alle nachträglich beeindruckt hat...er hat jetzt Gastauftritte in diversen Blogs) oder die singende und klampfende Stalkerin (wessen, sag' ich nicht). Sehr, sehr, sehr gefreut habe ich mich auch, den netten Maak vom Pottcast kennenzulernen und den.grob wiederzusehen!!!

Übernachtet haben wir in einem kuscheligen Familienhotel, welches dem Taubenvergrämer so gut gefiel, dass er den Schlüssel unseres Zimmers gleich mit nachhause genommen hat. Sollten Sie also demnächst in Hanau in einem kuscheligen Familienhotel schlafen und Zimmer Nummer 5 beziehen, werden Sie nicht nur die folgende Flüssigseife mit dem abgefahrensten Namen aller Flüssigseifen vorfinden:
tricky ricky

...sondern eventuell auch den Taubenvergrämer: Aber keine Angst - der ist harmlos und will nur spielen.

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Sunday, May 17, 2009

Reisende soll man nicht aushalten II

Neustes Exemplar in meiner stetig wachsenden Sammlung "beunruhigend merkwürdige Bahnmitreisende":

Ein etwa 30-jähriger Billy Elliot/Jamie Bell-Verschnitt mit Schirmmütze sitzt in dem 1.-Klassesupersparangebotabteil (die Luft steht und das Fenster lässt sich nicht öffnen), in dem auch ich einen Platz reserviert habe. Er antwortet nicht auf mein freundliches "Hallo", guckt nur kurz und desinteressiert hoch. Meine Vermutung, er würde vielleicht einfach unsere Sprache nicht sprechen, wird widerlegt, als er irgendwann anfängt auf Zimmerlautstärke über seinen Laptop Radio zu hören. Ich versuche zu arbeiten und hoffe noch kurzzeitig er merkt von selbst, dass ich dabei eventuell nicht die Fußballergebnisse und "Ace of Base" hören möchte...nö. Merkt er nicht. Zumindest nicht von selbst. Ich bitte ihn, doch bitte einen Kopfhörer zu benutzen und tatsächlich - er grunzt kurz, guckt wieder nicht hoch, macht aber das Radio aus. Was aber immer noch funktioniert, sind die debilen Geräusche, die er offenbar mit jeder Taste seines Rechners gekoppelt hat. Jedes mal, wenn er auf einen Buchstaben einhackt, ertönt ein Piepsen, Grugeln, Fiepen...
Die Schaffnerin kommt und bittet um das Vorzeigen der Fahrkarten. Er sieht sie nicht an, hält ihr wortlos ein Online-Ticket hin, das er nach Abstempeln zusammenknüllt und in seine Tasche wirft. Irgendwann packt er seinen Laptop ein und ich hoffe schon, dass der endlich aussteigt...da holt er einen zweiten Minirechner hervor. Ich gebe auf, stecke mir selbst Kopfhörer in die Ohren und kneife die Augen zu. Als ich sie wieder öffne, sitzt mein Abteilgenosse in eine Zeitschrift über "Neukaledonische Riesengeckos" vertieft, dabei isst er in Rekordgeschwindigkeit eine Tafel Schokolade, die er sich zu einfacheren Handhabung in den Schritt geklemmt hat.
Nach Berlin sind es immer noch 2 1/2 Stunden und Herr XY, den ich per SMS auf dem Laufenden halte, bekniet mich, mir doch endlich einen anderen Platz zu suchen.

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Lesenachlese.

Am Samstag durfte ich in Köln nicht nur im hoteleigenen Café Kurt Krömer und Reiner-ich-habe-einen-Schwimmring-verschluckt-Calmund in Sportbekleidung bewundern (ich vermute, es wurde eine Sendung aufgezeichnet à la "Deutschland schnallt den Gürtel enger"), sondern auch einer wunderbaren Bloglesung zum internationalen Bestseller “6 Herrengedecke und ein Sessel aus Plüsch” beiwohnen. Der Raketenclub ging ab wie Schmitz' Komet, es gab' keinen freien Platz mehr im Saal (sonst hätte ich mir auch nicht diesen unglaublich harten Holzstuhl ausgesucht, der nach schon fünf Minuten meine Poknochen nachhaltig abflachte). Alle lauschten mal mehr, mal weniger andächtig - weil von Lachtränen geschüttelt - FrauvonWelt, Herrn Glumm/500 Beine, dem Grob, dem Taubenvergrämer und MC Winkel. Viktor Vaudeville und ein "seul Robert" chansonten den Raketenclub (der sich übrigens den Luxus einer Außentoilette im Café auf der anderen Straßenseite leistet), dass es eine Freude war.
Gefreut habe ich mich auch ganz besonders, die wunderbare DiVa persönlich kennenzulernen, genau wie Herrn Kaal und Herrn Schmidt (wir sehen uns nächstes Wochenende!) in Begleitung von Frau Kleiner Mops. Schön war's! Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen und wenn ja, dann nicht absichtlich...hatte ein ganzes Glas Weißwein.
Fotos und Links in aller Ausführlichkeit finden sich beim Grob, der mir bei Gelegenheit noch mal erklären muss, wo ich denn den Punkt in seinem Namen korrekt setze.

Thursday, May 14, 2009

Den Clown hab' ich gefressen.

Ich zerre meinen Sack mit leeren Mineralwasserpfandflaschen um die Ecke, da schwant mir schon Böses - unser Stammsupermarkt ist mit langen, bunten Luftballongirlanden geschmückt. Nach Komplettumbau wird der Laden heute feierlich wieder eröffnet - just diesen Tag musste ich natürlich wählen, um unsere mühsam über Generationen angesammelten Pfandflaschen wieder ihrem natürlichen Kreislauf zuzuführen. Und tatsächlich - innerhalb des Ladens steht kein Stein und kein Regal mehr auf dem anderen. Ein wichtig und sehr mit sich zufrieden aussehender Marktleiter läuft mit Klemmbrett zwischen orientierungslos herumirrenden Stammkunden hin und her, die gucken, als wollten sie gleich in Tränen ausbrechen. Wo Regale früher waagrecht angeordnet waren, verlaufen sie nun senkrecht und auch der Pfandflaschenautomat steht jetzt in einer völlig anderen Ecke. Es sieht alles sehr schick aus, aber leider findet man nichts mehr wieder.

Direkt am Eingang zur Obstabteilung wird ein 10 Cent-großes Stückchen Kiwi zur Verkostung angeboten...im ehemaligen Ostteil Berlins, etwa zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung... Na wenn das die Leute nicht in Scharen vor die Haustür treibt, dann weiß ich auch nicht. Eine Dame baut ein Tischchen mit Farbtöpfen auf und lächelt aufmunternd in die Runde. Kinderschminken.

Ich habe mich endlich bis zur Tiefkühlkost durchgehangelt, da schallt plötzlich eine laute, knarrende Stimme durch den Laden "Eieieieieiei!!! Was ist das denn? Das ist ja grün!!! Hahahaha!!!" Ich stelle auf taub, eine Strategie, die sich bei all den Irren in Berlin oft bezahlt gemacht hat - als zum Beispiel letztens der Mann mit einer Stereoanlage aus alten Joghurtbechern die Eberswalder Straße-Kreuzung eine halbe Stunde mit erstaunlich lautem "Hare Krishna Hare Krishna Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare" beschallte. Irgendwann gucke ich doch. Es ist ausnahmsweise mal niemand, der eine Katze auf dem Kopf balanciert und darauf wartet, von einem Ufo eingesammelt zu werden - es ist ein gelb karierter Clown. Er quatscht verstörte Kunden an, die nicht rechtzeitig ausweichen konnten, macht erstaunlich unlustige Witzchen über Südfrüchte und ist einfach laut und unangenehm. Ernsthaft - ich habe noch nie jemanden getroffen, der Clowns mag. Nicht mal Kinder finden sie gut, meist rennen sie vor Angst so schnell weg, wie ihre kurzen Stoppelbeine sie tragen.

Den Rest meines Einkaufes verbringe ich nun damit, erst einmal vorsichtig um das Regal herum zu lugen, damit ich nicht dem gelben "Spaßmacher" in die Arme laufe. Während ich die Müslipackungen studiere, werfe ich immer einen suchenden Blick über meine Schulter, damit mich nicht plötzlich von hinten eine Wasserladung aus einem Spritzblümchen trifft. Ich greife eine besonders große Riesensparpackung Frühstücksflocken und schiebe sie langsam neben mir her, um dahinter geduckt perfekt getarnt in Ruhe meine restlichen Einkäufe einzusammeln.
Mit einem zum Zuschlagen gezückten Baguette arbeite ich mich schließlich mutig zur Kasse vor.
Auch beim Ausladen der Einkäufe vom Wagen auf das Band schaue ich mich immer wieder nervös um. Tatsächlich. Da steht er. Direkt am Ausgang. Oder Eingang. Je nachdem von welcher Seite...ach, egal. Kurz überlege ich, ob das durch den Markt zu erreichende unterirdische Parkdeck einen zweiten Ausgang hat. Ich schlucke. Die Rotnase steht in der Tür, zwischen mir und der Freiheit. Beim Rausgehen will er mir sicher eines dieser mit dem Supermarktlogo bedruckten Pappsonnenvisiere mit Gummiband in die Hand drücken und sowas sagen wie "Na? Heute keinen Clown gefrühstückt? Hahahaha!!!" Aber nicht mit mir. Ich halte mein Franzosenbackwerk mit beiden Händen als Rammbock vor mich. Ich kontrolliere ein letztes Mal meine Munition - zur Not schieße ich mir den Weg mit Biotomaten frei. Ich renne los. Kurz bevor mein Stangenweißbrot hart und unerbittlich mit dem Schritt seiner weiten Hose kollidieren kann, dreht er plötzlich ab und wendet sich einem anderen Opfer zu - einem kleinen Mädchen, das laut schreiend auf den Arm seiner Mutter flüchtet.
Ich bin frei! Ein erstickter Laut der Erleichterung entringt sich meiner Kehle. Ich renne weiter. Bis zu unserer Wohnung in den fünften Stock. Dort verriegele ich die Tür hinter mir. Sicher ist sicher.

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Friday, May 08, 2009

Sprechen Sie InStyle?

Oh nein...oh nein...ich habe es schon wieder getan. Obwohl ich geschworen hatte, es nie wieder...ab und zu ist es einfach stärker als ich...bevor ich genau verstehe, was ich da tue, greife ich nach dem bunten Heft...will ich denn ernsthaft über "Julia Roberts - Glückliches Leben als Öko-Mama" oder "Ryan Reynolds - Über Ehefrau Scarlett Johansson und ihr Hundebaby" informiert werden? Offenbar schon. An den zu 98% untragbaren Modetipps kann es unmöglich liegen. So wird dieser Sommer mit Sicherheit vorüber gehen, ohne das ich mich irgendwo in einer Jodhpurhose blamiert habe...das sind diese riesigen Haremsbeinkleider mit hängendem Schritt, die wirken, als wollte man eher schlecht als recht das Tragen einer Erwachsenenwindel kaschieren oder 12 Dosen Hundefutter ohne Einkaufstüte nachhause schleppen...in der sah schon MC Hammer komplett behämmert aus. Auch bezweifle ich stark, dass ich Herrn XY zum Tragen der Shorts-Sandalen-Pullunder-Fliege-Kombination überreden kann.
Das Schlimmste an InStyle ist jedoch der gruselige Schreibstyle...äh...stil. Da wird sich von Seite zu Seite an den Haaren herbeigezogen gewortspielkalauert, dass einem die Augen bluten. "Oval Office" ist die Überschrift zum Thema "Luxuriöse ovale Diamantdamenuhren" (bei der Jodhpurhose war es übrigens - aufgrund ihres voluminösen Schnitts - "Weiter so!").

Völlig unverzeihlich aber - die komplett sinnfreien Anglizismen.
Ich stelle mir das so vor: Junge Redakteurin tritt hochmotiviert ihren ersten Arbeitstag bei InStyle an. Von der Chefredakteurin bekommt sie dann ein riesiges, dickes Buch in Goldschnitt auf den Schreibtisch geworfen: "Kleinen Moment, bevor Sie loslegen - hier habe ich noch das 'Große InStyle Lexikon Fashion for Runaways" für Sie. Schön auswendig lernen. Wenn Sie Lust haben, erfinden Sie einfach noch ein englisch klingendes Wort dazu...das wirkt toootaaal trendy!"

Ein Auszug:
"...mit Polkadots..." = gepunktet. gepunktet. gepunktet.
"Sunshine-Feeling mit Romantik-Touch" = Brechreizgefühl mit Übergebensanmutung
"We love Polohemden!"
"Boyfriend-Jeans", "Boyfriend-Cardigan" = alles, was jenseits von Größe 36 liegt
"nudefarben" = nackichfarbend
"Nerd-Look" = der Modetipp hierzu (ernsthaft): dickes Brillengestell (mit Fensterglas) aufsetzen und einfach mal "wie ein Trottel aussehen"...welche Frau träumt nicht davon?
"Cut-out-Look", "Cut-out-Schuh"
"Outfit-Upgrade" = das kommt dabei raus, wenn man versucht, auf englische Worte deutsche Rechtschreibregeln anzuwenden
"DER Trend in Cardigans: XL-Boyfriend-Schnitt" = ...dabei hätte ich schwören können, es hieße "XL-Boyfriend-Cut"
"Lifetime-Stück"
"...quietschige Colours"
"edele Long-Weste"
"Chicsters"
"Polos mit Patches"
"Schnür-Booties"
"Open Toes" = "Damenschuhe mit Zehenaussparung"...eigentlich "Peeptoes" genannt, was ich als Fachbegriff gerade noch so durchgelassen hätte
"feminin, sweet"
"Eidechsenleder. Simply todschick."
"Mega-Bling-Bling-Effekt" = glitzert total doll
"Cool Colour Grau"
"Hier sehen Sie den most wanted Nagellack EVER!"
"Longbox aus Acryl"
...

Bitte - remove me notfalls handgreiflich aus dem Zeitschriftenladen, falls ich doch wieder totally weak werden sollte.

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Thursday, April 30, 2009

Meine Freundin Conni.

Vor ein paar Tagen war nach längerer Zeit mal wieder bei meiner Freundin S. und ihren zwei Kindern zu Besuch. Nach kurzer Höflichkeitspause ist es irgendwann soweit - Klein M. schleppt ein Buch heran, wirft sich auf meinen Schoß, kuschelt sich - die weibliche Anatomie geschickt ausnutzend - wie in einen bequemen Ohrensessel zurecht und verlangt lautstark, dass ich ihm vorlese. Vorlesen findet auch seine ältere Schwester toll, so dass irgendwann zwei Kinder auf mir sitzen und ich weder das Buch halten, noch atmen kann. Während lange Zeit "Bobo Siebenschläfer" M.s großer Held war (der heißt übrigens so, weil man als Erwachsener nach spätestens sieben Seiten die Augen nicht mehr aufhalten kann), ist nun "Conni" sein neues Vorbild. Conni ist ein kleines Mädchen mit rot-weißem Ringelshirt sowie ökologisch abbaubaren Eltern mit Strickpulli sowie Lammfellweste und die Heldin einer ganzen Kinderbuchserie.
"U. (Vater von Klein M. und Schwester) hasst Conni mittlerweile," sagt S. und rollt die Augen in den Kopf. "Zum Schluß des Buches ist sie dann meist auch noch in der Zeitung, weil sie irgendwas wieder ganz besonders toll kann." Dieser Satz kam nicht nur genervt, sondern voller Abscheu hervor. Die Kinder teilten die Meinung ihrer Mutter offensichtlich nicht. Sie fanden Conni toll.
In diesem Band lernt die strebsame Conni - die ich als Kindergartenkind mit Schlammtörtchen gefüttert hätte - Radfahren. Mit dem Rad ihrer Freundin Anna, das sie dann auch prompt an die Mauer setzt. Nach endlos nervtötender Quängelei bekommt Conni schließlich ihr Traumrad zum Geburtstag. Das undankbare Stück findet aber sehr schnell, dass sie lieber eines ohne Stützräder hätte, was sie ihren armen, politisch korrekten Eltern, auch lautstark mitteilt. Zum Glück lassen sich die Stützräder abmontieren und Conni ist ausgesöhnt. Um die Sache rund zu machen, fällt ganz zum Schluss des Buches dann auch Connis Freundin Anna vom Rad und verletzt sich. Aber ist Conni - großes Vorbild der Vorschulgeneration - etwa voll des Mitleids? Mitnichten. Conni "...war irgendwie froh, dass Anna auch mal vom Rad gefallen ist."
So. Gehe jetzt in die Buchhandlung und gucke, ob sie "Fröhliche Kinderlieder mit Pol Pot und den roten Khmern" haben. (Nein, nicht der aus dem Werbespot der magentafarbenen Telekommunikationsfirma.)

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Friday, April 24, 2009

Suchbegriffstutzig.

Es wartet immer Überraschendes...in meiner Blog-Suchwortstatistik. Erstaunlich, was man aus meinen unschuldigen Texten so alles für Schweinkram zusammenpuzzeln kann. Neben den mittlerweile obligatorischen Suchanfragen nach "befeuchteten Denimbeinkleidern", "einblickgewährender Leibwäsche", "Temperaturmesserenthusiasmus" (ich muss es jetzt umschreiben, sonst lande ich in den Suchergebnissen noch weiter oben), finden sich immer wieder neue Perlen.

Meine derzeitige persönliche Hitliste:

Platz 5:
nebenan.dot.com
(..."dot" ausgeschrieben und zwei Punkte - da geht jemand auf Nummer sicher.)

Platz 4:
röchelhotline
(Vermute, die Suche im Branchenbuch unter diesem Begriff ist fehlgeschlagen.)

Platz 3:
strohblonder kinder toupets
(Ein bisschen gruselig. Sucht da jemand Perücken für oder von strohblonden Kindern?)

Platz 2:
frohe ostern an meine frau karten
(...über die sie sich zwei Tage nach Ostern - Datum der Suchanfrage - sicher besonders freut.)


Platz 1, meine absolute Lieblingssuchanfrage:
kassiererin an der supermarktkasse, seit ende januar keine stimme mehr, längere heiserkeit, was kann das sein
(Ja was? Der erste Fall von Schweinegrippe in Bottrop Harsewinkel? In jedem Fall ausführlich.)


Gibt es schon Bücher über skurrile Suchanfragen? Und was fehlt der heiseren Dame an der Supermarktkasse? Wieso strohblonde und nicht flachs- oder champagnerblonde Haarteile? Sachdienliche Hinweise können wie immer sehr, sehr gerne in den Kommentaren hinterlassen werden.

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